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Wie eine Solaranlage zu reinigen ist, diese Frage stellen sich viele Besitzer einer Solaranlage bzw. einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage).
Im folgenden Beitrag erklären wir zunächst, warum man eine Solaranlage reinigen sollte, wie man die Solarpanels selbst reinigen kann, wann man eine Firma mit der Reinigung der Solaranlage beauftragen sollte und wie oft man die Reinigung der Photovoltaik-Anlage vornehmen sollte bzw. reinigen lassen sollte.
Warum man eine Solaranlage reinigen sollte
Solaranlagen können durch eine Vielzahl von verschiedenen Stoffen, Gegenständen, Tieren und Pflanzen verunreinigt sein, darunter den folgenden:
- Feinstaub von Schornsteinen, Auspuffen, Kaminen, Waldbränden, Vulkanausbrüchen
- Saharastaub
- Getreide-Staub durch Ernten in landwirtschaftlichen Betrieben
- Pollen
- Russ
- Sand
- Kot von Vögeln oder Nagern
- Fett aus der Abluft von Geflügelställen
- Äste, Blätter (Laub)
- Vogelfedern, Tierhaare
- Insekten
- Pilz-, Flechten- und Mooswachstum insbesondere an den Solarmodul-Rändern bzw. am Rahmen, falls ein solcher vorhanden ist
Es stellt sich aber die Frage, warum man eine Solaranlage von diesen Verschmutzungen reinigen muss. Denn in Ländern wie der Schweiz regnet es ja immer mal wieder. Und der Regen müsste doch eigentlich eine selbstreinigende Wirkung auf die Solarmodule haben.
In gewissem Masse reinigt der Regen die Solarpanels auch tatsächlich von Verunreinigungen wie etwa Staub, Pollen und Laub. Aber wie man es vom Auto oder vom Dachfenster auf dem Schrägdach kennt, kann der Regen nicht alle Verschmutzungen entfernen, etwa weil diese über längere Zeit eingetrocknet sind und eine hartnäckige Verbindung mit den Solarpanels bilden. Insofern sind Solaranlagen also nur teilweise selbstreinigend.
Nach dem Regen verbleibende Verschmutzung – etwa festhaftender Vogelkot – kann dazu führen, dass nicht mehr das ganze Sonnenlicht auf die Solarzellen trifft, wie man es etwa von Verschattungen her kennt. Solche Verschattungen können den sogenannten Hot-Spot-Effekt haben, bei dem sich die verschattete nicht mehr Strom produzierende Solarzelle wie ein Ohmscher Widerstand in Bezug auf den Strom verhält, der von den anderen noch funktionierenden Solarzellen fliesst, was zu Überhitzungen und im schlimmsten Fall zu einem Brand führen kann.
Aber auch ohne Verschattungen mit Hot-Spot-Effekt können Verunreinigungen oder Bewachsungen der Solaranlage zu einer Ertragsminderung von circa 5 bis 30 Prozent führen; im Extremfall sogar zu Leistungsminderungen in Höhe von bis zu 50 Prozent.
Solaranlage selbst reinigen
Wer seine Solaranlage selbst reinigen möchte, sollte dabei einiges beachten, unter anderem das Folgende:
- Herstellerhinweise zur Reinigung beachten, da man sonst riskiert, die Garantie zu verlieren
- vor der Reinigung kontrollieren, ob die Solaranlage beschädigt ist, etwa die Verkabelungen, um Kurzschlüsse und Stromschläge zu vermeiden
- nicht von einer Leiter aus reinigen und auch nicht für die Reinigung der Solaranlage aufs Dach klettern, sondern die Solarmodule von unten oder von einem Dachfenster aus mit Hilfe einer Teleskopstange reinigen, an der eine weiche Glasbürste montiert ist, bei der man darauf achten muss, dass sie das Modulglas nicht zerkratzt
- Solarmodule nicht betreten und auch nicht darauf knien
- destilliertes Wasser (entmineralisiertes Wasser) zum Reinigen der Solarpanels verwenden, um Kalkablagerungen durch Leitungswasser zu vermeiden; alternativ frisches Regenwasser verwenden, nicht aber gelagertes Regenwasser aus der Zisterne, da dieses Algen enthalten kann
- Druckbehälter mit Pumpe für das destillierte Wasser verwenden und mit wasserführender Teleskopstange verbinden
- morgens, abends oder an bewölkten Tagen die Solarmodule reinigen, damit die Module bei der Reinigung nicht zu heiss sind, denn die Temperaturunterschiede vom kalten Wasser und den heissen Modulen können zur Beschädigung der Module infolge von thermischen Spannungen führen
- es sollten keine Reinigungsmittel verwendet werden, weil diese die Oberfläche der Module angreifen können, womit man auch Garantieansprüche verlieren kann; ausserdem könnten die Reinigungsmittel in die Gewässer gelangen
- keinen Hochdruckreiniger verwenden, da man damit den Rahmen, das Glas und/oder die Beschichtung der Solarmodule beschädigen kann
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Fachfirma mit PV-Anlage-Reinigung beauftragen
In den folgenden Fällen sollte man für das Reinigen der Solaranlage in jedem Fall eine spezialisierte Firma beauftragen:
- wenn man keine Zeit hat, selbst zu reinigen, denn je länger man mit der Reinigung der Solaranlage wartet, desto mehr Strom verliert man infolge der verschmutzungsbedingten Leistungsminderung; ausserdem können sich Verschmutzungen über die Zeit auch in die Solarmodul-Oberfläche einbrennen
- wenn die Solaranlage nur durch das Betreten des Daches gereinigt werden kann, denn Profis wissen, wie sie sich auf dem Dach sichern müssen, etwa mit Absturzsicherungen; oder die Profis benutzen eine Hubarbeitsbühne, um an schwer zugängliche Stellen des Daches bzw. der Solaranlage zu gelangen
- bei besonders schwerer bzw. hartnäckiger Verschmutzung
- wenn die Solaranlage noch Garantie hat, kann eine professionelle Reinigung durch eine Fachfirma erforderlich sein, um die Garantie nicht zu verlieren
Solaranlage reinigen mit Roboter
Es gibt auch Reinigungsroboter, mit denen Solaranlagen gereinigt werden können. Allerdings kommen diese Roboter zum Reinigen der Solaranlage in der Regel nur bei grossen Solaranlagen bzw. PV-Kraftwerken zum Einsatz.
Das liegt auch daran, dass solche Solaranlagen-Reinigungsroboter eher hochpreisig sind und sich daher nicht für den Einsatz bei privaten Photovoltaik-Anlagen lohnen.
Sollte man sich für den Einsatz eines Reinigungsroboters entscheiden, muss man sicherstellen, dass dieser die Solarmodule nicht beschädigt, etwa die Beschichtung angreift oder das Solarmodul-Glas zerkratzt.
Wie oft Solaranlage reinigen?
Stellt sich die Frage, wie oft man die Solaranlage reinigen sollte. Die Antwort auf diese Frage hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem vom Standort der PV-Anlage und dem jeweiligen Verschmutzungsgrad.
Wenn man in einer Gegend einer Stadt wohnt, in der es nicht viel Autoverkehr gibt, genügt eine Reinigung der Solaranlage alle 2 bis 3 Jahre. An viel befahrenen Strassen mit vielen Abgasrückständen oder neben einer Bahntrasse, bei der viel Roststaub aufgewirbelt wird, sollte man circa einmal im Jahr reinigen. Bei benachbarten Bäumen mit klebrigen Pollen oder Blüten – wie bei Linde, Birke oder Ahorn – sollte man die Photovoltaik-Anlage nach der jeweiligen Blüte reinigen.
Gleiches gilt für Solaranlagen auf dem Land, wo bei Getreide-Ernten viel Staub entsteht, und wo grossflächig Felder blühen, sollte ebenfalls jährlich die Anlage gereinigt werden, und zwar immer nach der jeweiligen Ernte und nach der jeweiligen Blüte
Besonders reinigungsbedürftig sind Solarpanels auf Dächern mit niedriger Dachneigung, also bei einer Neigung unter 15 Grad, oder auf Flachdächern, wo die Mindestneigung der Module in der Regel 8 Grad beträgt. Denn je niedriger die Neigung der Solarmodule, desto geringer ist die Reinigungswirkung von Regen und Schnee.
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