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Das Solarpotenzial von geeigneten Dächern für PV-Anlagen wird im Kanton Solothurn erst zu 11,2 Prozent genutzt. Allerdings gibt es grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Solothurner Gemeinden, was den Ausbau mit Solaranlagen angeht.
Im folgenden Artikel stellen wir die Zahlen zum genutzten Solarpotenzial von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) im Kanton Solothurn in Bezug auf mehrere Gemeinden vor, darunter die drei Städte Solothurn, Grenchen und Olten. Wir nennen auch diejenige solothurner Gemeinde mit der höchsten Ausnutzung des Solarpotenzials.
Kanton Solothurn knapp über genutztem Solarpotenzial der Schweiz
Bis jetzt werden im Kanton Solothurn 11,2 Prozent des realisierbaren Solarpotenzials genutzt. Damit liegt der Kanton Solothurn knapp über dem schweizweiten Wert in Bezug auf die Nutzung des realisierbaren Solar-Potenzials, der bei 10,9 Prozent liegt. Dies ergibt sich aus den Daten der Webseite «EnergieReporter», die durch das Unternehmen «geoimpact» betrieben wird und vom «Bundesamt für Energie (BFE)» unterstützt.
Mit diesem Wert zum Solarpotential wird die installierte Photovoltaik-Leistung prozentual im Verhältnis zum wirtschaftlich und technisch realisierbaren Potenzial von Photovoltaik-Anlagen in Bezug auf geeignete Dachflächen angegeben. Fassadenflächen bleiben in dieser Rechnung unberücksichtigt.
Als geeignet wird eine Dachfläche angesehen, wenn diese eine Grösse von mehr als 10 Quadratmetern hat. Ausserdem muss die Dachfläche mindestens «gut» für die Produktion von Solarstrom geeignet sein. Dies ist dann der Fall, wenn die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung auf dem Dach pro Quadratmeter bei über 1’000 Kilowattstunden liegt.
Beim Anteil der Dachfläche, die mit PV-Modulen bestückt werden kann, wird bei der Definition der geeigneten Dachfläche von einem Belegungsgrad von 70 Prozent ausgegangen. Als Modulwirkungsgrad wird ein solcher von 20 % für die Solarstrom-Produktion zu Grunde gelegt.
Höchste Ausnutzung im Kanton Solothurn hat Gemeinde Neuendorf
Im Kanton Solothurn ist die Gemeinde mit der höchsten Ausnutzung des Solarpotentials seiner Dachflächen die Gemeinde Neuendorf mit einem Wert von 27,2 Prozent des realisierbaren Solarpotentials. Die installierte Photovoltaik-Leistung beträgt dort 12’329 kWp (Kilowattpeak). Das hat Neuendorf der Migros zu verdanken, die dort auf ihrem Verteilbetrieb eine Solaranlage mit einer Leistung von 12’185 kWp betreibt. Den höchsten Wert in der Schweiz erreicht mit 60,7 Prozent ausgeschöpftem Solarpotential die Gemeinde Onnens im Kanton Waadt.
Die Stadt Solothurn kommt auf 8,2 Prozent des realisierbaren Solarpotentials. Die installierte Photovoltaik-Leistung beträgt dort 8’322 kWp. Aktuell gibt es in der Politik unter dem Schlagwort «Solarstadt Solothurn» Forderungen nach einem Ausbau der Solaranlagen in Solothurn.
In den anderen beiden Städten des Kantons Solothurn, den Städten Grenchen und Olten, sehen die Werte wie folgt aus: In Grenchen werden 9,8 Prozent des realisierbaren Solarpotenzials genutzt mit 11’600 kWp installierter Leistung, in Olten werden lediglich 6,7 Prozent des realisierbaren Solarpotenzials genutzt bei einer installierten Photovoltaik-Leistung von 7’367 kWp.
Der Grund, warum Grenchen unter den drei Städten am besten dasteht, liegt laut Solothurner Zeitung daran, dass in der Stadt Solothurn und in Olten PV-Anlagen häufig wegen des Ortsbildschutzes nicht realisiert werden können.
Gewisse Industriegebiete nutzen Solarpotential nur gering
Die Solothurner Zeitung hat auch festgestellt, dass es gewisse Industriegebiete gibt, in denen das Solarpotential bisher wenig ausgeschöpft ist, wie sich aus der folgenden Auflistung ergibt:
- Oensingen: 9,2 Prozent
- Bellach: 11,7 Prozent
- Derendingen: 10,8 Prozent
- Niederbuchsiten: 9,9 Prozent
- Bettlach: 8,8 Prozent
- Egerkingen: 6 Prozent
Allerdings müsste das Solarpotential laut dem Branchenverband Swissolar auch gar nicht zu 100 % ausgeschöpft werden, um die Ziele für 2035 gemäss dem neuen Stromgesetz zu erreichen. Es würde ausreichen, wenn das Solarpotential schweizweit zu circa 40 % ausgeschöpft würde.
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